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E2H10K - ein Wettkampf der in Erinnerung bleibt

Wenn mich jemand an Silvester fragt, was mir in diesem Jahr am besten gefallen hat, dann steht der E2H10K ganz oben auf meiner Liste. Denn als lauffreudiger Traildog, war das ein Tag, der genau nach meinem Geschmack war.



Schon als Sandra Donnerstag gepackt hat, wusste ich, dieses Wochenende steht etwas besonderes an. Also habe ich mich mal ganz dezent neben die Gepäckstücke platziert, damit sie mich auch ja nicht vergisst.



Samstagnacht sind Sandra und ich um 3 Uhr aufgebrochen, um nach Calw zu fahren. Dort haben wir uns mit Pia und Matthias getroffen. Ich hab mich ja so gefreut, dass wir den Tag zu dritt verbringen werden. Dann hat mich Sandra auch mal aufgeklärt, um was es heute geht: 10 Runden mit 10 Kilometern alle 2 Stunden laufen. Ziel: 100km.

Daher auch der Name E2H10K: Every 2 hours 10 km.



Wisst ihr worauf ich richtig stolz bin? Axel, der Veranstalter des Events, hat mir eine eigene Startnummer gegeben. Total cool! Nochmal vielen Dank hierfür!



Der Startschuss fiel um 5 Uhr. Da ich es ja gewohnt bin, oft im Dunkeln mit Sandra zu laufen, war das kein Problem für mich. In die erste Runde hat uns David Barton begleitet. Wir haben uns super gut unterhalten und es hat mega viel Spaß gemacht mit David zu laufen. David wünscht sich auch einen Traildog. Wir haben ihm dann direkt mal meine jüngeren Geschwister empfohlen.



Nach Runde 1 war ich etwas verwirrt, dass wir Pause machen sollten. Ich habe mich lieber zweimal vergewissert, dass wir weiterlaufen. Die 20 Kilometer haben wir dann in Begleitung unterschiedlicher Läufer absolviert. Unter anderem mit Pia und Cindy. Nach jeder Runde gab es für die Läufer ein kleines Goodie von unterschiedlichen Sponsoren wie GU, CLIF, AEROBEE, OWAYO und vielen mehr und für mich gab es ein Leckerlie bei Zieleinlauf.



Die dritte Runde haben Sandra und ich allein absolviert. Aber das lag vor allem daran, dass wir dauernd von Wanderern auf- und angehalten wurden. Auch diese Runde lief ganz ohne Probleme.



Nach Runde 4, die wir größtenteils mit Cindy gelaufen sind, erwartete uns im Ziel eine große Überraschung. Sascha und Lukas waren dort, um den Nachmittag als Unterstützung an unserer Seite zu sein. Das war Balsam für die Seele. Denn so langsam merkten wir alle, dass die Pausen ziemlich an uns zehren. Ok, das war gelogen. Sandra hat es gemerkt. Ich fand das toll. Essen, schlafen, weiterlaufen. Genau mein Ding.



Für Runde 5 sollte ich mit Matthias laufen. Das klappte auch erst richtig toll. Wir hatten Frauchen in kürzester Zeit eingeholt, so schnell bin ich gelaufen. Tja, und dann wollte Matthias doch echt ohne Frauchen mit mir weiter. Nein, nicht mit mir. Ich laufe mit Sandra. Also habe ich mich in den Boden gekrallt und darauf bestanden, dass Frauchen den Gurt wieder übernimmt.



Auch in Runde 6 bin ich mit großer Euphorie und viel Gebell gestartet. Das war mein Tag. Ich sah die 100 schon am Ende des Tunnels und alle meine Hundefreundinnen, die in Zukunft bewundernd vor mir stehen werden. Aber ich habe auch gemerkt, dass Frauchen sich immer schwerer tat. Dank Matthias' hartnäckiger Unterstützung haben wir es auch diesmal in einer guten Zeit ins Ziel geschafft.



Sascha und Lukas sind dann heim gefahren, aber wir wollten wissen, ob noch mehr drin ist. Also bei mir schon...keine Frage. Aber Frauchen hatte irgendwann einen Tiefpunkt. Wir sind viel gehiked und egal wie sehr ich sie angestupst habe, es ging einfach nichts mehr. Doch nach dem großen Anstieg, merkte ich, hey, sie läuft wieder. Wir schaffen das noch ins Ziel. Das haben wir auch und Axel begrüßte uns mit den Worten: Komm, in 4 Minuten gehts direkt wieder raus. Aber für Sandra war das genug. Sie wollte vermeiden, dass man uns irgendwann aus dem Wald retten muss und hat entschieden, dass wir aufhören. Aber 70 Kilometer sind auch eine gute Leistung, worauf wir sehr stolz sind.



Als Pia und Matthias in die nächste Runde gestartet sind, bin ich euphorisch aus dem Kofferraum und wollte hinterher. Allerdings habe ich gemerkt, dass Sandra wirklich nicht mehr laufen will. Also habe ich mich wieder in den Kofferraum gelegt und von den 100km geträumt.


Aber wir wissen, wir kommen wieder. Wir finishen dieses Rennen noch. Ganz sicher.


Liebe Mitläufer, liebe Ultrarunner, vielen Dank, dass ihr mich so herzlich in eurer Runde aufgenommen habt. Jeder hat mich gestreichelt, mir die Daumen gedrückt und war lieb zu mir. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und freue mich, euch noch bei vielen Wettkämpfen zu begegenen.


Auch meinem Team möchte ich danken: Sandra, Pia und Matthias. Pia hat sich in den Pausen immer liebevoll um mich und Sandra gekümmert. Matthias hat uns motiviert und mitgezogen. Wir sind dankbar, dass wir euch als Team haben.


Und dann ein Danke an Axel Grip. Das war ein mega Event, eine tolle Organisation und für einen Traildog wie mich, war es ein Traum. Danke für die Startnummer, die bei uns einen besonderen Platz bekommt. Danke für die tollen Goodies und Leckerlies.


Wir sind keine Fans von nicht-finishen, daher steht fest, wir machen einen zweiten Anlauf und freuen uns auf ein Wiedersehen in Calw!


Und zuletzt: Danke an die Sponsoren AEROBEE, GYMQUEEN, SANDHAS, CLIF, DRUCKEREI SCHWÖRER, BODYLAB, ULTRA SPORTS, OWAYO, JEREMIAS und GU Energy. Das sind tolle Geschenke gewesen.





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